Wer hat dich dazu inspiriert, dir deine ersten Creeper zu kaufen?

Wer hat dich dazu inspiriert, dir deine ersten Creeper zu kaufen?
 
Wir von Pick Up haben mit unserer Hausmarke BBC eigens für uns angefertigte Creeper Schuhe, die wir seit den 90ern verkaufen. In viele Szenen der Subkultur sind Creeps begehrt, von Punks über Goths, Teds, Rockabillys und Mods. Doch wo haben sie eigentlich ihren Usprung?
Creeper sind die ersten Schuhe mit durchgängiger Gummisohle und wurden von englischen Soldaten in Nordafrika getragen, die von militärischen Stiefeln aus Ägypten inspiriert wurden. Die Schuhe schützten die Füße vor Sand, Insekten und der Hitze und waren leicht und leise- daher auch der Name Creeper, sprich Leisetreter. Als die Soldaten nach England zurückkehrten, trugen sie die neuen, komfortablen Schuhe weiterhin und so wurden sie auch in den Vergnügungsvierteln Londons beliebt. So waren sie in Etablissements gegen die Einsamkeit so häufig gesehen, dass der Name Brothel Creepers zustande kam. 
Der etablierte Schuhmacher George Hamilton Cox wurde auf die Schuhe aufmerkam und erkannte ihr Kultpotential, änderte das Design modern ab und entwarf Ende der 40er den Hamiliton, ‚Ham‘ Creeper. Der Ham wurde mit geriffelter Kreppsohle, Wildleder, Flechtmuster oder farblich abgesetzten Einsätzen entworfen, also so, wie wir klassische Creeper bis heute kennen. Die Sohle hat mit ihren im Durchschnitt 3 bis 5 cm Höhe eine leichte Plateauoptik, die später auch mit doppelter oder dreifacher Sohle zu hohem Plateau wurde. Ob mit Schnürsenkeln, die meist durch D-Ring Ösen gefädelt werden oder diversen Schnallen, spitz oder rund, es gab und gibt unzählige Ausführungen.
Der Song ‚Blue Suede Shoes’ von Carl Perkins wurde den neuen Schuhen gewidmet und durch das Cover von Elvis erlangten sie szeneübergreifend Popularität. Auch Buddy Holly ergänzte seinen unverkennbaren Look mit Creeps und beeinflusste so den Stil der Jugend.
Die Teddy Boys (Teds) trugen ihre Outfits aus Röhrenjeans, Jackets, Krawatte und Haartolle mit Pomade mit Creepern und stellten der prüden Bürgerlichkeit so Rock ‚n‘ Roll gegenüber.
Die erste große Jugendprotestbewegung der Teds, gefolgt von Rockabillys, Psychobillys, Poppern, New Waver, Gothics und Punks, sie alle trugen Creeper!
Im subersiven Mainstream kamen sie endgültig an, als Malcom McLaren, der damalige Partner von der Mode- und Punkikone Vivienne Westwood, in den 70ern in seinem Kultladen ‚Let it Rock‘ die Ham Creeper verkaufte. Vivienne Westwood prägte wie kaum Jemand zu der Zeit den Stil der Punks und so wurden Creeper ebenso wie Dr. Martens die Schuhe der Stunde. 
Etwa zur gleichen Zeit eröffnete Henry Hoppe seinen ersten Laden BBC auf der Ratinger Straße in Düsseldorf und stattete als erster auch die Düsseldorfer Szene mit Dr. Martens, Streifenjeans, Nietengürteln, Creeper Schuhen aus und prägte so den Look der Subkultur. 1978 folgte das Pick Up, wo wir auch heute noch dieselben Marken und Statement Pieces wie in den 80ern anbieten- never change a winning team, ergänze es lediglich mit Neuem. Da die Qualität der Creeper in den 90ern durch die neue Herstellung in Asien zeitweise litt, suchte Henry Hoppe nach einer Alternative und wurde bei einer kleinen Manufaktur in Portugal fündig. Seither werden unsere Creeper dort in Handarbeit hergestellt, heißen als Hommage an den ersten Laden BBCs, sind mit und ohne Plateau und in verschiedenen Ledern und Farben erhältlich. Chris ist auch an den Designs beteilgt, also bleibt die neue Generation Pick Up den Ursprüngen des Ladens treu und bringt Herzblut und Individualität mit Liebe für Qualität zusammen.
Heute sieht man viele Sneaker, die eine ähnliche Sohle oder Form haben und ganz eindeutig von den ersten Creepern inspiriert sind. Die Puma Kollektion von Rihanna ist ein bekanntes Beispiel dafür, wie der Klassiker für den Hip Hop Streetstyle abgewandelt werden kann. 
Somit sind Creeper auch für die Generation ein Begriff geworden, deren Großeltern die ersten Ausführungen des Kultschuhs trugen. Creeper zeigen, wie fluide die verschiedenen Szenen, Musik und Mode verbunden sind, einander beeinflussen und weiterentwickeln.

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